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unausgegoren

26. Juli 2010
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Es ist Juli und mein Leben liegt so unstrukturiert vor mir wie nur irgendwas. Die Tage werden wieder kürzer und ich fühle, wie die Zeit durch meine Finger rinnt, Tage, Wochen, Monate, Jahre. Wir werden älter sagt Resa. Aber da waren doch so viele Pläne…

Too real to feel good

15. Juni 2010

Zu Hause. Ein Abend, den ich mir freigeschaufelt habe. Da war viel zu schaufeln. Der neue Job, ein Arzttermin, eine Verabredung mit Andi, vor langer Zeit getroffen, und noch 1000 Dinge, die alle mit diesem neuen Job zusammenhängen. Ich sitze zu Hause und warte auf dich, freue mich auf dich. Darüber muss ich lachen. Es hat etwas gedauert, bis ich mir erlaubt habe, mich zu freuen. Darüber, dass du dich für mich interessierst und noch ein bisschen mehr als das, wie du sagst. Ich war skeptisch, wie immer. Aber jetzt fühlt es sich gut an. Wir kennen uns seit zwei Monaten. Du bist spät dran, wie immer. Ich überlege, ob ich den Laptop anschmeiße, die Zeit nutze. Ich habe schwer geschaufelt, aber nicht ganz weg, nur erst einmal aus dem Weg, um Zeit für dich zu haben. Und während der Laptop rauscht, sehe ich dein Lächeln, das mich jedes Mal aufs Neue gefangen nimmt. Und dann klingelt es und du bist da, und dein Lächeln ist das Größte.

Da war Schnee in meinem Traum letzte Nacht und ein Gefühl von Glück, im Moment des Träumens. Doch es fühlte sich zu real an, um schön zu sein, als ich aufwachte.

Du setzt dich auf meinen Schoß und ich halte dich fest. Ich sehe die kleinen grünen Sprenkel im Braun deiner Augen, so nah bist du. Wie gut sich das anfühlt.

Das Rauschen des Laptops stört dich. Nicht das Rauschen an sich, nur die Tatsache, dass er an ist. Du bist spät dran, ich habe viel zu tun. Du dachtest, ich hätte mir freigenommen. Wo ist dein Lächeln? Laptop aus, Lächeln an. Du lächelst mit den Augen, ich bin glücklich. Ich möchte mein Leben mit dir teilen. Nicht im Sinne von “bis dass der Tod uns scheidet”, sondern das von mir Erlebte, das möchte ich dir mitteilen. Du küsst mich und deine Küsse kennen keine Zaghaftigkeit. Du hast meine Zweifel weggeküsst, als das mit uns anfing. Und jetzt möchtest du auch alles andere wegküssen, das dir überflüssig erscheint. Auch meine Geschichten und das Gefühl von Schnee aus meinem Traum der letzten Nacht. Aber seit wann sind Gefühle überflüssig?

Tell me please…

15. Juni 2010

Woher kommen diese freizeitabsorbierenden schwarzen Löcher? Ich scheine da in eines reingerutscht zu sein und finde keinen Ausweg. Irgendjemand Erfahrung damit?

To Smiley or not to Smiley? :[

15. Mai 2010

Ich bin kein Smiley-Typ.
Okay. Es gibt Situationen, in denen mir mal einer rausrutscht. Das sind Situationen, in denen ich mit einer kurzen Textnachricht unglaubliche Überraschung oder Freude übermittelt bekomme, so dass mir die Worte fehlen oder jegliche Worte überflüssig wären. Dann schicke ich schon mal einen Smiley zurück, oder ein kitschiges aber ehrlich gemeintes Herz.

Auf Worten läuft es sich eigentlich ganz gut. Damit kommt man durchs Leben. Ich zumindest. Dachte ich.
Nein, ich rudere jetzt nicht zurück. Mit Worten kommt man gut durchs Leben!
Manche Menschen brauchen Smileys. Das ist okay. Wenn Andi mir mal eine Nachricht ohne ein Smiley schickt, weiß ich, dass jemand sein Handy gekapert haben muss. Häufig sind sie frisch kreiert und ich interpretiere sie. Missverständnisse gab es dabei noch nie, Nachfragen häufig. Das ist Teil unserer Kommunikation.

Funktionierende Kommunikation scheint vielen Faktoren zu unterliegen, unter anderem wie gut man sich kennt und wie häufig man miteinander schriftlich kommuniziert. Tut man das nicht sehr häufig, sollte man sich wohl an allgemein gültigen Standards orientieren. Ich dachte, diese würde ich kennen. Aber scheinbar habe ich mich geirrt.

Als ich vor ca. zwei Jahren einen guten Bekannten um einen Gefallen bat, so einen wäre-schön-ist-aber-nicht-schlimm-wenn-nicht-Gefallen, passierte wenn-nicht. Auf wenn-nicht folgte dann ein ist-ja-nichts-draus-geworden-macht-nix-Gespräch, auf das ich nun ungefähr ein halbes Jahr später eine SMS erhielt, dass-doch! :)
Ich beantwortete diese SMS mit einer Riesenfreude-hatte-gar-nicht-mehr-damit-gerechnet-SMS (ohne Smiley), die mit den Worten “Ein einfaches Dankeschön hätte gereicht!” beantwortet wurde. Nun zurück zu den allgemein gültigen Standards in schriftlicher Kommunikation. Könnte die mir vielleicht bei Gelegenheit mal jemand erklären?

Apfeltaschen

28. April 2010

Ein Wortfetzen nur in der Menge. Man ist sich gar nicht sicher, ob man richtig gehört hat. Hat da wirklich jemand “Apfeltaschen” gesagt? Trotzdem ist man plötzlich wieder 7 und sitzt am Küchentisch mit der Mutter, die Hände und die Kleidung staubig vom Mehl, das gezackte Rädchen zum Schneiden von Teig in der Kinderhand und Apfelmus im Mundwinkel. 

Wie lange habe ich schon nicht mehr an Apfeltaschen gedacht, geschweige denn welche gegessen? Frisch schmeckten sie immer am besten. Deshalb wurden sie auch sofort vernichtet. Kakao und Apfeltaschen und Resa, der dann schlecht war, die auf Mutters Schoß krabbelte, damit der Bauch nicht mehr so weh tat. Ich, der Große, gab mir natürlich nicht die Blöße zuzugeben, dass der Magen krampfte.

Erinnerung ist etwas wunderbares. Und eine Schwester, die Mutters Rezepte aufgehoben hat. Ich habe sie angerufen. Am Samstag gibt es Apfeltaschen und ich darf das Teigrädchen haben, wenn Marie es erlaubt.

Von Gefühlen, die längst der Vergangenheit angehören

30. März 2010

Vom Vergessenwollen aber nicht können. Vom Nichtvergessenwollen aber doch nach und nach verlieren. Von der Suche nach Gefühlen, die längst der Vergangenheit angehören. Von der perfekten Illusion eines einst geliebten Gefühls. Und vom Schmerz über das Vergessen und das Nichtvergessenkönnen. Davon kannst du ein Lied singen. Und ich auch.

Du lässt mich an deinen Gedanken teilhaben, an deinen Gefühlen. Es tut weh und ist gleichzeitig auch die beste Medizin. Das Herz zieht sich zusammen, nichts als ein schmerzender Muskel. Und dann streichen deine Worte darüber, verletzt aber doch voller Hoffnung und Glück. Du suchst in den entferntesten Winkeln deiner Erinnerung nach irgendetwas, das den geliebten Menschen, der dir so fehlt, nicht verblassen lässt. Und wenn du diesen Winkel erreicht hast, möchtest du es dir dann dort gemütlich machen? Ob es sich in der Erinnerung gut leben lässt? Dein Kummer ergießt sich über ganze Landstriche deiner Gefühlswelt, schwappt bis in meine herüber. Ich errichte Dämme aus Seufzern. Und dann lächelt einer von uns und steckt den anderen an und es geht bergauf.

Und du sagst, es sei alles gar nicht so schlimm, und ich stecke meinen Kummer tatsächlich in den Sondermüll. Du lachst und plötzlich ist alles nicht mehr so schwarz, sondern blau.

Instant Happyness

28. März 2010

Das Glück steckt in Kleinigkeiten. Heutiger Fundort: eine überreife faserfreie Mango.
Welcome to my world.

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