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Apfeltaschen

28. April 2010

Ein Wortfetzen nur in der Menge. Man ist sich gar nicht sicher, ob man richtig gehört hat. Hat da wirklich jemand „Apfeltaschen“ gesagt? Trotzdem ist man plötzlich wieder 7 und sitzt am Küchentisch mit der Mutter, die Hände und die Kleidung staubig vom Mehl, das gezackte Rädchen zum Schneiden von Teig in der Kinderhand und Apfelmus im Mundwinkel. 

Wie lange habe ich schon nicht mehr an Apfeltaschen gedacht, geschweige denn welche gegessen? Frisch schmeckten sie immer am besten. Deshalb wurden sie auch sofort vernichtet. Kakao und Apfeltaschen und Resa, der dann schlecht war, die auf Mutters Schoß krabbelte, damit der Bauch nicht mehr so weh tat. Ich, der Große, gab mir natürlich nicht die Blöße zuzugeben, dass der Magen krampfte.

Erinnerung ist etwas wunderbares. Und eine Schwester, die Mutters Rezepte aufgehoben hat. Ich habe sie angerufen. Am Samstag gibt es Apfeltaschen und ich darf das Teigrädchen haben, wenn Marie es erlaubt.

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