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Too real to feel good

15. Juni 2010

Zu Hause. Ein Abend, den ich mir freigeschaufelt habe. Da war viel zu schaufeln. Der neue Job, ein Arzttermin, eine Verabredung mit Andi, vor langer Zeit getroffen, und noch 1000 Dinge, die alle mit diesem neuen Job zusammenhängen. Ich sitze zu Hause und warte auf dich, freue mich auf dich. Darüber muss ich lachen. Es hat etwas gedauert, bis ich mir erlaubt habe, mich zu freuen. Darüber, dass du dich für mich interessierst und noch ein bisschen mehr als das, wie du sagst. Ich war skeptisch, wie immer. Aber jetzt fühlt es sich gut an. Wir kennen uns seit zwei Monaten. Du bist spät dran, wie immer. Ich überlege, ob ich den Laptop anschmeiße, die Zeit nutze. Ich habe schwer geschaufelt, aber nicht ganz weg, nur erst einmal aus dem Weg, um Zeit für dich zu haben. Und während der Laptop rauscht, sehe ich dein Lächeln, das mich jedes Mal aufs Neue gefangen nimmt. Und dann klingelt es und du bist da, und dein Lächeln ist das Größte.

Da war Schnee in meinem Traum letzte Nacht und ein Gefühl von Glück, im Moment des Träumens. Doch es fühlte sich zu real an, um schön zu sein, als ich aufwachte.

Du setzt dich auf meinen Schoß und ich halte dich fest. Ich sehe die kleinen grünen Sprenkel im Braun deiner Augen, so nah bist du. Wie gut sich das anfühlt.

Das Rauschen des Laptops stört dich. Nicht das Rauschen an sich, nur die Tatsache, dass er an ist. Du bist spät dran, ich habe viel zu tun. Du dachtest, ich hätte mir freigenommen. Wo ist dein Lächeln? Laptop aus, Lächeln an. Du lächelst mit den Augen, ich bin glücklich. Ich möchte mein Leben mit dir teilen. Nicht im Sinne von „bis dass der Tod uns scheidet“, sondern das von mir Erlebte, das möchte ich dir mitteilen. Du küsst mich und deine Küsse kennen keine Zaghaftigkeit. Du hast meine Zweifel weggeküsst, als das mit uns anfing. Und jetzt möchtest du auch alles andere wegküssen, das dir überflüssig erscheint. Auch meine Geschichten und das Gefühl von Schnee aus meinem Traum der letzten Nacht. Aber seit wann sind Gefühle überflüssig?

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